9. November 1989 - 10 Jahre danach
Erschienen: November 1999
Seiten: 58 Seiten
ISSN: 1619-8336
Inhalt:
Die 1961 vom Ulbricht-Regime errichtete Mauer in Deutschland hatte in besonderer Weise in Berlin ihre trennende und häufig auch schicksalhafte Bedeutung. Viele Fluchtversuche aus der damaligen DDR sind an ihr gescheitert, zahllose, vor allem junge Menschen haben bei dem Versuch, ihre Zukunft anders gestalten zu wollen, an dieser Grenze ihr Leben verloren.
Für die Berliner Polizei begann mit dem 13. August 1961 eine völlig neue Aufgabensituation. Sie musste nunmehr im Schatten dieses "Bauwerkes" für die Sicherheit der Bevölkerung des freien Teils Berlins sorgen. Mehr über die Neuartigkeiten dieses Umfelds und die damit verbundenen Probleme haben einige Autoren in dem Buch "Berlin Polizei - 1945 bis zur Gegenwart" ausdrücklich dargestellt. Darauf soll an dieser Stelle hingewiesen werden.
Der Fall der Mauer im November 1989 brachte für die Berliner Polizei wieder neue Herausforderungen. Dass dieser Mauerfall so friedlich, wenn auch chaotisch verlaufen ist, lag wohl zu einem Teil an dem länger andauernden Machtvakuum der DDR-Führung. Entscheidend war aber der Wille der Menschen der ehemaligen DDR, diese unsägliche Mauer endlich und friedlich zu Fall zu bringen.
Die für Sicherheitsfragen zuständigen Dienststellen diesseits und jenseits der Mauer trugen auf verschiedene Art und Weise mit dazu bei, dass die Tage des Mauerfalls ihre Friedlichkeit behielten.