9. November 1989 Polizeieinsatz anlässlich des Mauerfalls

Einer der größten Irrtümer der Geschichte war die Antwort des Sekretärs für Informationswesen Günter Schabowski zur Frage eines Reporters zum Inkrafttreten einer neuen Reiseregelung für die DDR-Bürger:

„Das tritt nach meiner Kenntnis, ...
ist das sofort, ...
unverzüglich!“


Bild

Von dieser Information erfuhr umgehend auch die Polizei in Berlin (West). Vom Dezernat Lagedienst erhielten die örtlichen Polizeidirektionen 1 bis 5 mittels einer Lageinformation die sofortige Weisung, an den Grenzübergangsstellen anlassbezogen aufzuklären und zweistündlich, erstmals um 23.00 Uhr, einen Lagebericht zu geben.

Als um 22.45 Uhr in den "Tagesthemen" wörtlich verkündet wurde:
„Die Tore in der Mauer stehen weit offen“,
war dies noch gar nicht der Fall.

Um 22.56 Uhr wurde von der Polizei an der Westseite der Mauer bemerkt, dass Personen nahe dem Übergang Invalidenstraße Steine in Richtung Mauer warfen.

Die eigentliche Öffnung der Grenze fand in dieser Nacht am Übergang Bornholmer Straße statt. In den Folgetagen entwickelte sich am Mauerbereich vor dem Brandenburger Tor ein Einsatzschwerpunkt. Die dortige sogenannte „Panzermauer“ war mehrere Meter breit, sodass am 10. November 1989 von Ost und West sehr viele Personen hinaufkletterten und sich dort niederließen.

Deren Stimmung war euphorisch, aber die Nerven der Grenztruppen angespannt. Es erfolgten deshalb Absprachen zwischen den Polizeibehörden im Ost- und Westteil der Stadt, um die Einsatzlage zu entschärfen. Am Morgen des 11. November 1989, als die Masse der Personen die Mauer verlassen hatte, wurde diese von Grenztruppen besetzt und der Streifen davor durch Grukw verstellt (siehe Foto mit der EB 41 [D1]).

Die Genehmigung zum Aufenthalt an der Mauer und dem dortigen „Unterbaugebiet“ wurde von der zuständigen britischen Schutzmacht erteilt.

Bildnachweis(e):

Matthias Olt

Bilder gesucht

Die Polizeihistorische Sammlung Berlin beim Polizeipräsidenten in Berlin ist im Besitz einer großen Fotodokumentation. Jedoch gelingt es uns nicht immer, für jedes Ereignis ein adäquates Foto oder Filmsequenz anzubieten. Sie haben zuhause Bildmaterial von Einsätzen oder Ereignissen mit Polizeibezug? Hier erhalten Sie die Möglichkeit, ihre "Schätze" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bitte senden Sie diese an die :

Polizeihistorische Sammlung Berlin
Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
an Herrn Olt

Bitte geben Sie auf einer kleinen Bildbeschreibung ihre Daten für Rückfragen an. Sie müssen der Inhaber der Rechte sein und uns erklären, dass wir die Bildmaterialien verwenden dürfen.

Kooperationen

Auto-Reifen-Leidig
Peter Eberling
DRK Spandau
Lack- und Karosseriezentrum der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin
Oldtimer Ersatzteile Berlin

Fk. PhS Berlin e.V.

  • Platz der Luftbrücke 6
    12101 Berlin
    +49 (0)30 4664 994762
    Info @ PhS-Berlin.de
  • Folgen sie uns auch auf:

Weiteres

PhS Fk. Polizeihistorische Sammlung Berlin e.V. Alle Rechte vorbehalten.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.